10 typische Beziehungsfallen: So kommt ihr wieder raus

Funkstille, Vorwürfe, null Einsatz – der „ganz normale“ Wahnsinn in Beziehungen?! Nein, so muss das nicht sein. Und schon gar nicht muss es so bleiben.

In diesem Artikel stelle ich dir 10 typische Beziehungsfallen vor: 5 typisch weibliche und 5 typisch männliche. Zu jeder Beziehungsfalle liefere ich dir außerdem einen Ausweg, den du sofort erproben kannst.

Zum Schluss fasse ich dann noch die wichtigsten Lernaufgaben für Frauen, für Männer und für beide zusammen. So tappst du nicht mehr in die Beziehungsfalle.

 
Ein Herz in der Falle

Beziehungsfalle? Es gibt Auswege - auch wenn ihr schon lange zusammen seid.

 
 

5 typisch weibliche Beziehungsfallen

Beziehungsfalle 1: “Er muss sich ändern!”

„Wenn er nicht so verschlossen / egoistisch / launisch / ... wäre, dann hätten wir diese Probleme nicht.“ Hast du dich schon mal bei so einem Gedanken ertappt? Falls ja, bist du in bester Gesellschaft.

Viele Frauen erwarten, dass der Partner sich ändert. Und das erzählen sie ihren Freundinnen oder schmieren es ihm im Streit aufs Brot. Die Erfolgsquote liegt bei ungefähr 0,0 %, weil der Partner entweder gar nicht weiß, dass er sich ändern soll; oder er weiß es, fühlt sich aber unter Druck gesetzt. Da Druck Gegendruck erzeugt, verhärten sich die Fronten. Und schon schnappt die Beziehungsfalle zu.

Der Ausweg:

Werde dir darüber klar, was dir fehlt. Und dann teil ihm deine Gefühlslage und deine konkreten Wünsche mit. Das könnte z.B. so aussehen: „Ich habe im Moment richtig viele Probleme im Job. Die trage ich auch abends mit mir rum. Ich würde dir gern mal ausführlich davon erzählen. Wann passt es dir heute?“

 
Schild Traumprinz gesucht und daneben ein Frosch

Traumprinz oder Frosch? - Männer haben Stärken und Schwächen. (Genau wie wir Frauen.)

Beziehungsfalle 2: “Ich will mehr!”

Auch so ein Klassiker: richtig hohe Erwartungen. Als Jugendliche träumen wir vom Traumprinzen, der alles gleichzeitig ist: schön, stark, attraktiv, sensibel, klug, liebevoll; der uns jeden Wunsch von den Augen abliest; der uns ganz einfach rundum glücklich macht.

So läuft das natürlich nicht. Männer sind Menschen mit Stärken, Schwächen und Fehlern. (Genau wie wir Frauen.) Wenn diese Schwächen und Fehler nach der ersten Verliebtheit offenbar werden, macht sich so eine Art Katerstimmung breit. „So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Der ist ja gar nicht so toll, wie ich dachte!“

Die Folge: Du fühlst dich enttäuscht, frustriert und fängst an zu zweifeln. Vielleicht kommst du sogar zu dem Schluss, dass es bei Parship einen besseren Partner für dich gibt. Aber natürlich nur, bis du ihn besser kennst. Dann geht das Spiel nämlich von vorne los. Anstrengend!

Der Ausweg:

Überprüfe deine Erwartungen – und dich selbst:

  • Welche Erwartungen sind realistisch? Welche sind zu hoch?

  • Hast du vielleicht einen Tunnelblick und siehst fast nur noch das Negative?

  • Was ist dir wirklich, wirklich wichtig? Und wo willst du lernen, Fünfe gerade sein zu lassen?

  • Was kannst du selbst für dein Glück tun?

Eure Beziehung braucht beides: tiefe Gespräche und körperliche Nähe.

Beziehungsfalle 3: “Sex? - Ach nö!”

Der Mann will Sex – und die Frau hat „keine Lust“. (Gibt’s auch umgekehrt, ist aber seltener.) Entweder lässt sie sich dann ein- bis zweimal im Monat widerwillig drauf ein. Dabei verbiegt sie sich und geht über ihre eigene Grenze. Oder sie lässt ihn mit seinem Bedürfnis nach körperlicher Intimität allein. Das führt auf Dauer zu chronischem Beziehungsfrust und kappt die emotionale Verbindung.

Eine erfüllte Beziehung braucht nämlich beides: tiefen seelischen Austausch und körperliche Liebe. Wenn eins fehlt, bleibt meist auch das andere auf der Strecke.

Der Ausweg:

Finde heraus, was dir die Lust nimmt – und bleib offen für Entwicklung.

  • Was macht es dir schwer, dich auf Sex einzulassen (Hast du Schmerzen? Fehlen dir tiefe Gespräche? Fühlst du dich unsicher? Kommt er zu schnell “zur Sache”?)

  • Auch wenn es schwerfällt: Erzähle deinem Partner davon.

  • Sag ihm, wie er dir helfen kann: z.B. mit Geduld, Zärtlichkeiten im Alltag, emotionalem Austausch, …

  • Und dann macht ein gemeinsames Projekt draus!

 
Zwei herzförmige Vasen vor offenem Fenster

Offenheit siegt: Sag deinem Partner klar und deutlich, was du willst.

 

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Beziehungsfalle 4: “Er muss das doch wissen!”

Du willst schon seit Längerem eine Kurzreise nach Stockholm (oder wohin auch immer) machen und hast deinem Partner sogar schon gesagt, dass du diese Stadt mal erleben willst. Und von deinem Partner kommt: nichts. Dafür plant er eine Motorradreise in die Toskana.

„Er muss doch wissen, wie gerne ich nach Stockholm will! Das muss ich ihm doch wohl nicht nochmal sagen.“ Dieser Irrtum führt direkt in die Beziehungsfalle. Denn: Männer wissen meist nicht, was ihre Partnerinnen sich wünschen. Frauen setzen das aber oft voraus und sind dann enttäuscht, wenn ihre Wünsche unerfüllt bleiben.

Der Ausweg:

Sag ihm klar und deutlich, was du willst. Wenn nötig, auch noch ein zweites oder drittes Mal. Und sag es ihm, wenn du seine volle Aufmerksamkeit hast. Fertig!

 

Beziehungsfalle 5: “Ich geb’s auf!”

Böse Beziehungsfalle! Wenn du „es“ aufgibst, gibst du euch auf. Dafür hast du bestimmt gute Gründe. Vielleicht hast du dir jahrelang den Mund fusselig geredet, und es hat nichts gebracht.

Deine Partnerschaft ist damit „inoffiziell“ am Ende. Es sei denn, dein Partner kommt plötzlich mit ein paar neuen Impulsen für eure Beziehung um die Ecke und schafft es, dich mitzureißen. Das ist aber eher unwahrscheinlich. Denn vermutlich geht es ihm ebenso schlecht wie dir.

Der Ausweg:

Mach deine Zweifel offiziell und triff eine echte Entscheidung.

  • Gestehe dir ein: „Ich weiß nicht mehr weiter.“

  • Informiere deinen Partner darüber - es geht ihn was an.

  • Wenn möglich, besprecht die Möglichkeiten: Paartherapie, eine Auszeit voneinander, Trennung, ...

  • Gib dir (und deinem Partner) Zeit, zu einer aktiven Entscheidung zu kommen: Gehen oder bleiben – was ist die beste Lösung?

 

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5 typisch männliche Beziehungsfallen

Beziehungsfalle 1: “Sie hat immer was zu meckern. Das bedeutet nichts.”

Die gute Nachricht: Solange deine Partnerin was zu „meckern“ hat, glaubt sie an euch. Vielleicht spürst du das und glaubst deshalb, dass du ihre Kritik nicht ganz ernst nehmen musst. Das ist aber gefährlich. Warum? Weil sie ernst gemeint ist und nicht „nichts bedeutet“. Sie zeigt nämlich, dass deine Partnerin a) an Entwicklung interessiert ist und b) das Gefühl hat: Da geht doch wohl noch mehr. Viele Frauen bringen das kritisch zum Ausdruck. Und hinter jedem „Gemecker“ steckt ein unerfülltes Bedürfnis.

Der Ausweg:

Nimm sie ernst und finde heraus, was sie wirklich will. Beispiel: Sie beklagt sich, dass du ständig am Handy bist.

  • Frag dich selbst: Warum mache ich das?

  • Dann frage sie, was sie daran stört. (Mögliche Ursachen: Sie will mehr Zeit mit dir verbringen. Sie hat Sorge, dass eure Kinder das übernehmen. Sie weiß nicht, was du am Handy machst, und ist verunsichert)

  • Kannst du sie verstehen? Willst du ihr entgegenkommen oder nicht? Sprich mit ihr darüber.

 

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Beziehungsfalle 2: “Bloß kein Streit!”

Viele Männer fürchten Streit. Der Hauptgrund: Sie fürchten, dass die Beziehung dadurch ins Wanken kommt. Deshalb vermeiden sie die Auseinandersetzung und machen lieber faule Kompromisse oder tun so, als würden sie ihrer Partnerin zustimmen.

Falls dir das bekannt vorkommt: Vergiss es! Denn Streiten gehört zu jeder Beziehung dazu. Und das ist auch nicht schlimm.

Den Streit zu vermeiden heißt, dass du den Konflikt verschleppst. Lösen kannst du ihn dadurch nicht. Willkommen in der Beziehungsfalle.

Der Ausweg:

Raus aus der Komfortzone – für eine stabile Beziehung ist Streiten wichtig.

Zum Beispiel kannst du deiner Partnerin sagen, dass dich ihr Verhalten in einer bestimmten Situation geärgert hat. Erklär ihr, warum das so war. Dann frag sie, ob sie dich versteht. Finde auch heraus, wie sie die Situation empfunden hat.

Beziehungsfalle 3: “Ich geb nach. Dann hab ich meine Ruhe.”

Diese Beziehungsfalle ist der vorherigen ziemlich ähnlich. Hier geht es auch darum, Streit zu vermeiden. Hast du das vielleicht auch schon mal gemacht: nachgegeben, um endlosen Diskussionen aus dem Weg zu gehen?

Frauen können anstrengend und fordernd sein – das stimmt. Aber wenn du um deiner Ruhe willen nachgibst, wirst du weder dir noch deiner Partnerin gerecht.

Der Ausweg:

Zeig dich unbequem und sage Nein!

Frauen wollen nicht, dass ihr Partner immer nachgibt. Sie testen zwar die Grenzen aus – doch Respekt verschaffst du dir, wenn du ihr deine Grenze deutlich machst. Ein Nein ist da bestens geeignet. Und macht dich noch stärker.

 

Grenzen ziehen heißt NEIN oder STOP sagen.

Beziehungsfalle 4: “Sie muss doch wissen, dass ich sie liebe.”

Vielleicht weiß sie das sogar. Aber das Wissen reicht ihr nicht. Sie will es auch spüren.

Der Ausweg:

Zeig ihr, dass du sie liebst, z.B. durch kleine Gesten, ernst gemeinte Komplimente oder kleine Aufmerksamkeiten.

 

Du hast keine Idee, wie du ihr deine Liebe zeigen kannst? Macht nichts, ich hab die Lösung für dich.

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Beziehungsfalle 5: “Die Zeit des Werbens ist vorbei.”

Nach einigen Jahren Beziehung ist der Kick der Anfangsphase vorbei - das ist klar. Aber du solltest deine Frau besser nicht als selbstverständlich betrachten. Das nimmt sie dir nämlich übel.

Guido, ein früherer Klient, sagte einmal: „Irgendwann hab ich meine Frau gar nicht mehr wahrgenommen. Sie war so selbstverständlich wie der Schrank im Wohnzimmer.“ Nach fast 30 Jahren hat sie ihn dann verlassen.

Der Ausweg:

Pflege deine Beziehung – deine Partnerin wird es dir danken.

Nicole und Rainer Beckmann am Küchentisch

Wir haben begriffen, wie es geht. Dann schafft ihr das auch!

Lernaufgaben für Frauen, für Männer, für beide

Für Frauen:

  1. Wünsche konkret formulieren

  2. Erwartungen an den Partner überprüfen

  3. Auch selbst für die eigene Zufriedenheit sorgen

  4. Eigene Gefühle mitteilen (statt den Partner zu kritisieren)

Für Männer:

  1. Kritik der Partnerin ernst nehmen

  2. Eigene Grenzen deutlich machen

  3. Bereitschaft zur Auseinandersetzung ausbauen

  4. Beziehung pflegen

Für beide:

Ehrlich und offen im Gespräch bleiben und akzeptieren, dass die Beziehung dauerhafte Pflege braucht.


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